Wärmebrücken bleiben oft unbemerkt – verursachen aber dauerhaft höhere Heizkosten und können zu Feuchte- und Schimmelschäden führen. Besonders bei Neubauten und energetischen Sanierungen entscheidet die Qualität der Bauteilanschlüsse über den tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes.
Ein professioneller Wärmebrückennachweis nach GEG macht diese Schwachstellen sichtbar und sorgt für eine realistische, förderfähige Energiebilanz. Ich begleite Sie von der Bewertung der Anschlüsse bis zur vollständigen Dokumentation – fachlich fundiert, verständlich und praxisnah.
Sicher planen – Energieverluste vermeiden – Fördervoraussetzungen erfüllen
Warum ist ein Wärmebrückennachweis so wichtig?

Wärmebrücken sind Bereiche der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller nach außen abgeführt wird als in angrenzenden Bauteilen.
Typische Folgen sind:
-
erhöhter Heizwärmebedarf
-
reduzierte Energieeffizienz
-
kalte Innenoberflächen
-
Tauwasserbildung
-
erhöhtes Schimmelpilzrisiko
-
langfristige Bauschäden
Ein fachgerecht erstellter Wärmebrückennachweis hilft, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu minimieren.
Was ist eine Wärmebrücke?
Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller nach außen abgeführt wird als in angrenzenden Bauteilen. Typische Beispiele sind:
-
Fenster- und Türanschlüsse
-
Balkon- und Deckenanschlüsse
-
Dach-Wand-Übergänge
-
Rollladenkästen und Sockelbereiche
Die Folgen können erhöhte Heizkosten, kalte Innenoberflächen, Tauwasserbildung und Schimmelpilzrisiken sein.
Was ist ein Wärmebrückennachweis?

Ein Wärmebrückennachweis ist eine rechnerische Bewertung von Bauteilanschlüssen, bei denen erhöhte Wärmeverluste auftreten können. Er fließt direkt in die energetische Gesamtbilanz des Gebäudes ein und beeinflusst:
-
den Endenergiebedarf
-
den Primärenergiebedarf
-
die Effizienzklasse im Energieausweis
Ohne Nachweis wird ein pauschaler Wärmebrückenzuschlag angesetzt, der die Energiebilanz häufig unnötig verschlechtert.
Ihre Vorteile auf einen Blick
Vergleich eines Gebäudeschnitts ohne und mit Wärmebrückennachweis mit Darstellung von Wärmeverlusten, Schimmelrisiken und optimierten Bauteilanschlüssen

✔ Reduzierung von Heizwärmeverlusten
✔ Vermeidung von Schimmel & Tauwasse
✔ Erfüllung der GEG-Anforderungen
✔ Optimale Voraussetzungen für Fördermittel
✔ Planungssicherheit für Neubau & Sanierung
Wärmebrückennachweis nach GEG und DIN 4108

Der Wärmebrückennachweis nach DIN 10211 und DIN 4108-2 ist für den Nachweis eines Energie-Effizienzhauses 55% und besser unerlässlich. Der Nachweis mus von einem zertifizierten Wärmebrückennachweisführenden nach DIN 10211 erstellt werden.
Die Berücksichtigung von Wärmebrücken im Neubau sowie bei der Gebäudesanierung ist inzwischen immer wichtiger geworden.
Das Gebäudeenergiegesetz fordert, dass Wärmebrücken angemessen berücksichtigt werden. Dies kann auf zwei Arten erfolgen:
-
pauschaler Zuschlag ohne Nachweis
-
reduzierter oder entfallender Zuschlag mit Nachweis

Gleichwertigkeitsnachweis (nach DIN 4108 Beiblatt 2)
-
Standardisierte, bewährte Konstruktionsdetails
-
Wirtschaftlich und schnell
-
Ideal für typische Wohngebäude
Reduzierter Wärmebrückenzuschlag möglich

Detaillierter Wärmebrückennachweis
- Numerische Berechnung einzelner Anschlüsse
- Darstellung von Isothermen und Temperaturverläufen
Besonders geeignet bei:
- Sonderdetails
- Sanierungen
- Effizienzhäusern
- komplexen Sockel-, Fenster- oder Dachanschlüssen
Diese Variante bietet Sie die optimale energetische Bewertung & maximale Planungssicherheit
Typische Wärmebrücken im Wohngebäude
Moderne Wärmebrückenberechnungen stellen den Temperaturverlauf grafisch dar.
Isothermen zeigen, wie sich die Temperaturen innerhalb der Bauteile verteilen und wo kritische Oberflächentemperaturen auftreten können.
Die kritische Isotherme (z. B. 12,6 °C) dient als Bewertungsmaßstab für Tauwasser- und Schimmelrisiken.

Zu den häufigsten Wärmebrücken zählen:
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Fenster- und Türanschlüsse
-
Fensterbankanschlüsse
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Sockel- und Fundamentanschlüsse
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Trauf- und Dachanschlüsse
-
Balkon- und Deckenanschlüsse
-
Übergänge zwischen Bodenplatte und Außenwand
Gerade im Sockel- und Bodenplattenbereich entstehen ohne durchdachte Dämmführung besonders hohe Wärmeverluste.

Einzeichnung der Wärmebrückendetails im Gebäudeschnitt
Für einen nachvollziehbaren und prüffähigen Wärmebrückennachweis ist die eindeutige Zuordnung der einzelnen Wärmebrücken zum Gebäude unerlässlich.
Dies erfolgt durch die systematische Einzeichnung der relevanten Wärmebrückendetails in Grundrissen und Gebäudeschnitten.
Die grafische Darstellung dient nicht nur der Dokumentation, sondern stellt sicher, dass jede berechnete Wärmebrücke eindeutig einer konkreten baulichen Situation zugeordnet werden kann.

Fensterleibungsanschluss
Der Fensterleibungsanschluss stellt eine typische Wärmebrücke dar, da hier Wand, Fensterrahmen und Leibungsdämmung aufeinandertreffen.
Die Wärmebrückenberechnung zeigt den Temperaturverlauf im Anschlussbereich und macht kritische Oberflächentemperaturen sichtbar.
Anhand der Isothermen lässt sich beurteilen, ob Tauwasser- oder Schimmelrisiken bestehen und wie wirksam die Leibungsdämmung ausgeführt ist.

Auskragender Balkonanschluss
Auskragende Betondecken wirken ohne thermische Trennung wie eine direkte Wärmeleitung nach außen.
Die Wärmebrückenberechnung zeigt, dass ein erheblicher Teil der Heizwärme über die Deckenplatte abgeführt wird, was zu kalten Innenoberflächen und einem erhöhten Risiko für Tauwasser und Schimmel führt.
Durch geeignete Maßnahmen wie eine thermische Trennung oder Dämmung der Deckenplatte kann der Wärmeverlust deutlich reduziert werden.

Deckenauflager Betondecke
Das Bild zeigt den Anschluss einer Geschossdecke an eine Außenwand. Die farbige Darstellung verdeutlicht, wie Wärme aus dem beheizten Innenraum über die Decke und die Wand nach außen verloren geht. Im Bereich des Deckenanschlusses ist der Wärmefluss stärker als in den angrenzenden Wandflächen.
Solche Übergänge zwischen Decke und Außenwand sind typische Stellen für Wärmebrücken. Dort kann die Innenoberfläche kälter werden als im restlichen Raum. Das kann zu höheren Heizkosten führen und – bei ungünstigen Bedingungen – auch Feuchtigkeit oder Schimmel begünstigen.
Durch eine fachgerechte Planung, eine durchgehende Dämmung und korrekt ausgeführte Anschlüsse lassen sich diese Wärmeverluste deutlich reduzieren und der Wohnkomfort verbessern

Außenwandecke monolithisches Mauerwerk
Das Bild zeigt, wie an einer Außenecke eines Hauses mehr Wärme nach außen verloren geht als an geraden Wandflächen. Durch die Form der Ecke kühlt die Innenoberfläche stärker ab. Solche Bereiche nennt man Wärmebrücken.
Wärmebrücken können zu höheren Heizkosten führen. Außerdem besteht an diesen Stellen ein erhöhtes Risiko für Feuchtigkeit und Schimmelpilz, wenn die Oberflächentemperatur zu niedrig wird. Eine gute Dämmung und eine fachgerechte Planung helfen, Wärmeverluste zu reduzieren und das Wohnklima zu verbessern.

Isothermenverlauf in Wandecke
Die schematische Darstellung zeigt den Verlauf der Isothermen an einer Außenecke eines Gebäudes. Durch die geometrische Ausbildung der Ecke kommt es zu einer Absenkung der inneren Oberflächentemperaturen.
Solche Bereiche stellen typische Wärmebrücken dar und können zu erhöhten Wärmeverlusten sowie zu einem erhöhten Risiko für Tauwasser und Schimmelpilzbildung führen.
Ablauf der Wärmebrückenberechnung
- Sichtung der Bauunterlagen
- Festlegung der geeigneten Nachweisart
- Erfassung aller relevanten Bauteilanschlüsse
- Rechnerische Bewertung der Wärmebrücken
- Dokumentation für Energieausweis und Förderstellen
- Abstimmung mit Bauherr oder Planer
Kosten & Wirtschaftlichkeit
Die Kosten für einen Wärmebrückennachweis hängen ab von:
- Gebäudegröße
- Anzahl der relevanten Anschlüsse
- Art des Nachweises
- Planungsstand
💡 In vielen Fällen rechnet sich der Nachweis bereits über die bessere Energiebilanz oder durch Fördervorteile.
-
der pauschale Zuschlag entfällt
-
bessere Energiewerte erreicht werden
-
Fördervoraussetzungen erfüllt werden
Gerne erhalten Sie ein individuelles Angebot.
Für wen ist der Wärmebrückennachweis sinnvoll?
-
🏠 Private Bauherren (Neubau & Sanierung)
-
🏗 Architekten & Planer
-
🧱 Bauträger & Handwerksbetriebe
-
📄 Förderanträge (KfW / BAFA / GEG)
Häufige Fragen zum Wärmebrückennachweis (FAQ)
Ein Wärmebrückennachweis ist eine rechnerische Bewertung von Bauteilanschlüssen eines Gebäudes, an denen erhöhte Wärmeverluste auftreten können. Ziel ist es, diese Wärmeverluste realistisch zu erfassen und in die energetische Gesamtbilanz des Gebäudes einzubeziehen.
Der Nachweis dient dazu, Energieverluste zu reduzieren, Bauschäden zu vermeiden und die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) korrekt umzusetzen.
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt vor, dass Wärmebrücken angemessen zu berücksichtigen sind.
Wie dies erfolgt, ist nicht exakt vorgeschrieben:
-
ohne Nachweis → pauschaler Zuschlag
-
mit Nachweis → reduzierter oder entfallender Zuschlag
Ein Wärmebrückennachweis ist nicht immer zwingend, aber energetisch und wirtschaftlich sinnvoll und für viele Förderprogramme erforderlich.
Wärmebrücken führen zu:
-
erhöhtem Heizwärmebedarf
-
kälteren Innenoberflächen
-
möglicher Tauwasserbildung
-
erhöhtem Schimmelrisiko
-
langfristigen Bauschäden
Ohne eine gezielte Planung bleiben diese Schwachstellen oft unentdeckt und verschlechtern die Energieeffizienz des Gebäudes deutlich.
Ein Wärmebrückennachweis lohnt sich insbesondere bei:
-
Neubauten mit hohem energetischem Standard
-
Effizienzhäusern
-
Förderanträgen (KfW / BAFA)
-
Sanierungen mit neuen Fenstern oder Dämmmaßnahmen
-
komplexen Bauteilanschlüssen
Je besser der energetische Standard, desto wichtiger ist eine realistische Wärmebrückenbewertung.
Gleichwertigkeitsnachweis
Dieser basiert auf standardisierten, bewährten Konstruktionsdetails nach DIN 4108 Beiblatt 2.
Er ist wirtschaftlich und für viele Wohngebäude ausreichend.
Detaillierter Wärmebrückennachweis
Hier werden einzelne Anschlüsse rechnerisch (numerisch) bewertet.
Diese Methode ist genauer und eignet sich besonders für Sonderdetails oder Sanierungen.
Ohne Nachweis wird im Energiebedarf ein pauschaler Wärmebrückenzuschlag angesetzt.
Dieser fällt meist höher aus als notwendig.
Mit einem Wärmebrückennachweis:
- wird der Zuschlag reduziert oder entfällt verbessert sich die Energiebilanz
- können bessere Effizienzklassen erreicht werden
- Das kann sich direkt auf Förderfähigkeit und Kosten auswirken.
Ja.
Der Wärmebrückennachweis fließt direkt in die energetische Berechnung ein und beeinflusst:
-
den Endenergiebedarf
-
den Primärenergiebedarf
-
die Effizienzklasse des Gebäudes
Ein fachgerechter Nachweis verbessert somit die Aussagekraft des Energieausweises.
Ja, in vielen Fällen ist das möglich, zum Beispiel:
-
bei Sanierungen
-
bei Förderanträgen
-
bei Bestandsgebäuden mit vorhandenen Plänen
Voraussetzung sind ausreichende Bauunterlagen oder nachvollziehbare Konstruktionsdetails.
Nein.
Moderne Fenster verbessern zwar den Wärmeschutz der Verglasung, Fensteranschlüsse selbst sind jedoch häufig kritische Wärmebrücken.
Ohne passende Planung kann es trotz hochwertiger Fenster zu:
-
kalten Anschlussbereichen
-
Tauwasser
-
Schimmelbildung kommen
Typischerweise werden benötigt:
-
Grundrisse und Schnitte
-
Detailzeichnungen der Anschlüsse
-
Angaben zu Baustoffen und Dämmstärken
-
Informationen zu Neubau oder Sanierung
Je vollständiger die Unterlagen, desto genauer und wirtschaftlicher der Nachweis.
Die Kosten hängen ab von:
-
Gebäudegröße
-
Anzahl der relevanten Anschlüsse
-
Art des Nachweises
-
Planungsstand
In vielen Fällen rechnet sich der Nachweis durch:
-
bessere Energiebilanz
-
reduzierte Zuschläge
-
Fördervorteile
Ein individuelles Angebot schafft Planungssicherheit.
Ja.
Für viele Förderprogramme ist eine korrekte energetische Bewertung erforderlich.
Ein Wärmebrückennachweis kann:
-
bessere Effizienzstufen ermöglichen
-
Fördervoraussetzungen sichern
-
Nachfragen der Förderstellen vermeiden
Der Nachweis sollte durch eine fachkundige, qualifizierte Person mit bauphysikalischer Erfahrung erstellt werden, z. B. im Rahmen einer Energieberatung.
So ist sichergestellt, dass:
-
Normen eingehalten werden
-
Berechnungen nachvollziehbar sind
-
die Dokumentation anerkannt wird
Ein Wärmebrückennachweis ist mehr als eine Rechenaufgabe.
Die fachliche Begleitung hilft:
-
konstruktive Fehler frühzeitig zu erkennen
-
Detailanschlüsse zu optimieren
-
spätere Schäden zu vermeiden
Das spart langfristig Kosten und erhöht die Bauqualität.
Persönliche Beratung zum Wärmebrückennachweis
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Weitere nützliche Informationen über Wärmebrücken
Wie bereits oben erwähnt haben wir es zum einen mit geometrischen Wärmebrücken und zum anderen mit material- und konstruktionsbedingten Wärmebrücken zu tun. Geometrische Wärmebrücken sind beispielsweise Außenwandecken oder der Traufanschluss vom Dach am Kniestock.
Arten unterschiedlicher Wärmebrücken

Rollladenkasten mit Deckenanschluss
Der Einbau von Rolladenkästen sind z. B. zu den materialbedingten Wärmebrücken zuzordnen. Das Auflager der Betondecke auf dem Außenwandmauerwerk ist beispielsweise den konstruktionsbedingten Wärmebrücken zuzuordnen. Sie erkennen sicherlich selbst, dass es fast unmöglich ist Wärmebrücken zu vermeiden.
Das Problem ist auch nicht unbedingt das Vorhandensein einer Wärmebrücke. Sondern eher darin, dass die Wärmebrücke nicht ausreichend erkannt und diese geplant wird. Ich bin der Meinung, dass mit den am Markt erhältlichen Bauprodukten es möglich ist, jede Wärmebrücke im Neubau so zu planen, dass keine langfristigen Schäden am Bauwerk entstehen.
In diesem Artikel möchte ich nicht weiter auf die Darstellung und Sichtbarkeit der Wärmebrücken eingehen. Wie Wärmebrücken grafisch sichtbar gemacht werden können, können Sie in meinem Artikel „Thermografie – Gebäudethermografie“ nachlesen. In diesem Artikel möchte ich mich hauptsächlich auf den Wärmebrückennachweis beschränken.
Bei der nachträglichen Dämmung eines Altbaus sollte die Dämmebene unterbrechungsfrei angebracht werden. Neben schwer vermeidbaren Wärmebrücken im Bereich der Kellerdecke/Bodenplatte kann das auch bei einer Außenwanddämmung nicht so einfach werden. Verschiedene bestehende Bauelemente wie Balkonplatten und Vordächer ragen über die Außenwand hinaus und unterbrechen zwangsläufig die wärmegedämmte Gebäudehülle. Gerade auf diese Details gehe ich in der Energieberatung für Wohngebäude ein.

Nebenstehend sehen Sie den Temperaturverlauf eines Traufanschlusses von einem massiv gemauerten Wohngebäude mit Dachstuhl und Zwischensparrendämmung. Neu gebaute Häuser werden inzwischen mindestens im Standard von Effizienzhäusern 55%, 40% oder sogar als Passivhäuser ausgeführt. Gerade bei diesen hochwärmegedämmten Gebäuden müssen die Wärmebrücken bis auf ein Minimum reduziert werden. Wenn möglich sollte der Wärmebrückenzuschlag gegen 0 W/m²K gehen.
Weitere Wärmebrückenanschlüsse im Wohngebäude
In einem Einfamilienwohnhaus müssen in der Regel zirka 15-20 unterschiedliche Wärmebrücken berechnet und berücksichtigt werden.

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Zu den häufigsten Wärmebrücken zählen:
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Fenster- und Türanschlüsse
-
Fensterbankanschlüsse
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Sockel- und Fundamentanschlüsse
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Trauf- und Dachanschlüsse
-
Balkon- und Deckenanschlüsse
-
Übergänge zwischen Bodenplatte und Außenwand
Gerade im Sockel- und Bodenplattenbereich entstehen ohne durchdachte Dämmführung besonders hohe Wärmeverluste.
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In der DIN 4108-6 und der DIN V 18599-2 ist geregelt wie die Wärmebrücken in der Wärmebedarfsberechnung berücksichtigt werden müssen. Wärmebrücken können nach drei unterschiedlichen Möglichkeiten in die Berechnung einfließen.
- ohne Nachweis, Berücksichtigung der Wärmebrücke mit einem pauschalen Zuschlag von Δuwb = 0,10 W/m²K bzw. 0,15 W/m²K bei Innendämmungen
- mit einem Gleichwertigkeitsnachweis, Berücksichtigung der Wärmebrücken mit einem verminderten Zuschlag von Δuwb = 0,05 W/m²K
- mit einem detaillierten Wärmebrückennachweis, der Wärmebrückenzuschlag beträgt bei Neubauten in der Regel zwischen Δuwb = 0,00 bis 0,02 W/m²K und bei der Altbausanierung zwischen Δuwb =0,05 W/m²K und 0,04 W/m²K.
Wärmebrücke am Fensteranschluss

Bereits in der Planung von Bauwerken müssen Bausteilanschlüsse so geplante werden, damit diese nach DIN 4108-2 schimmelpilzfrei sein – und das über den gesamten Nutzungszeitraum des Gebäudes. Für die Planung von Anschlussdetails ist in der DIN 4108-2 das Beiblatt 2 enthalten. In diesem Beiblatt sind die wichtigsten Wärmebrückendetails und deren Kennwerte enthalten. Sofern ein spezieller Anschluss daran fehlen sollte berechne ich mit Hilfe eines Isothermenprogramms den frsi-Wert des Bauteilanschlusses. Damit die Oberflächentemperatur im kritischen Bereich der Wärmebrücke über 12,6°C liegt muss der frsi-Wert >0,7 sein. Gerade bei einem Fensteraustausch wird die kritische Temperatur von 12,6°C in Fensterleibungsanschluss häufig unterschritten.
Die Folge daraus ist oft ein Schimmelpilz in der Fuge zwischen Fensterleibung und Fensterrahmen. Am häufigsten wird die Temperatur in den Ecken zur Fensterbank oder am Fenstersturz bzw. Rollokasten unterschritten. Gerade in der Gebäudesanierung ist ein Wärmebrückenkonzept unerlässlich. Wenn der Wärmeschutz der Außenwand geringer ist als der Wärmeschutz des Fensterelementes wird der frsi-Wert grundsätzlich immer unterschritten.
Die Anschlussdetails im Beiblatt 2 der DIN 4108-2 sind eigentlich nur für den Neubau von Wohngebäuden gedacht. Wärmebrückendetails in der Sanierung fehlen darin leider. Um sicherzustellen dass nach dem Fensteraustausch in der Fensterleibung kein Schimmelpilzbefall entsteht muss der Anschluss mit einem Wärmebrückenprogramm im Detail nachgewiesen werden. Ich empfehle immer Anschlussdetails derartig auszubilden, damit der frsi-Wert mindestens über 0,8 liegt. Gerade wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum über 50% liegt oder die Raumtemperatur etwas absinkt, kann sich sonst schon leicht ein Schimmelpilz bilden.
Sockelanschluss - Mauerwerk mit Bodenplatte

Bei der Neubauplanung sowie bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden sind im Gebäudeenergiegesetz (GEG) zul. Maximalwerte für den Transmissionswärmeverlust angegeben. Sofern Wärmebrücken nicht nachgewiesen werden muss in der Energiebedarfsbrechnung ein Wärmebrückenzuschlag von Δuwb von 0,10 W/m²K angesetzt werden. Nachstehend möchte ich ihnen kurz erläutern was das für Folgen hat.
Nehmen wir hierfür ein monolithischen Ziegelmauerwerk mit Innen- und Außenputz an. Der U-Wert der Außenwand (je nach Art des Ziegelsteins) hat einen Wärmedämmwert von ca. 0,09 W/m²K. Mit dem Wärmebrückenzuschlag von 0,10 W/m²K wird das Bauteil (Außenwand) mit 0,09+0,10= 0,19 W/m²K in der Berechnung berücksichtigt. Sie sehen also, dass bei diesem Bauteil der Wärmebrückenzuschlag in der Berechnung ihr Bauteil um 100% verschlechtert. Um den rechnerisch hohen Energieverlust auszugleichen muss ihr Fachingenieur der die energetische Berechnung aufstellt, die Wärmedämmung entsprechend verstärken müssen. Nur so können die gesetztlichen Anforderunge im GEG eingehalten und die rechnerisch „hohen Energieverluste“ ausgeglichen werden.
Viele Energieberater oder Ingenieure die den rechnerischen Gebäudenachweis durchführen berücksichtigen noch keinen reduzierten Wärmebrückenzuschlag. Das liegt zum einen daran, dass der Wärmebrückenachweis recht zeitaufwendig ist und zum anderen, dass nicht sehr viele Ingenieurbüros diese Berechnungen durchführen.
Hierzu noch ein Beispiel aus meiner Praxis:
In einem Wohngebäude ist im Schlafzimmer am Deckenanschluss von der Außenwand zur Stahlbetondecke ein Schimmelpilzbefall aufgetreten. Der Verdacht liegt allerdings nahe, dass das Schlafzimmer nicht ausreichend beheizt und gelüftet wird. Das Heizverhalten und Lüftungsverhalten habe ich daraufhin zuerst mit einem Datenlogger mit einer Langzeitaufnahme überprüft. Die Aufzeichnung ergab keine großen Auffälligkeiten im Heiz- und Lüftungsverhalten. Dennoch entsteht nach Aussage des Eigentümers, immer wenn die Außentemperatur über einen längeren Zeitraum absinkt, ein kleiner Schimmelpilzbefall an der Deckenanschlussfuge.
Deckenanschluss - Reduzierung der Wärmebrücke in der Sanierung

Nicht optimierte Wärmebrücke
Mit einer Wärmebrückenberechnung habe ich daraufhin den Deckenanschluss nachgerechnet. Das Ergebnis war ernüchternd. Die Grenztemperatur am Decken- und Wandanschluss beträgt raumseitig nur ca. 10,5°C. Die Temperatur von 12,6°C wird an diesem Anschluss um ca. 2°C unterschritten.
Bereits bei diesen raumklimatischen Verhältnissen von 20°C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit fällt bereits Schimmelpilz aus. Wenn dann noch die Luftfeuchtigkeit über 50% ansteigt, was in einem Schlafzimmer keine Seltenheit ist, steigt das Risiko eines Schimmelpilzbefalls noch weiter erheblich an.

Optimierte Wärmebrücke
Nebenstehend sehen Sie ein Beispiel wie ich das Problem der Wärmebrücke gelöst habe. Im Bodenraum wird eine Wärmedämmung auf der Giebelwand und auf der Betondecke aufgebracht. Diese Maßnahmen alleine reichen aber noch nicht aus, um die Grenzetemperatur von 12,6°C einzuhalten. Erst nach dem Aufbringen einer Außenwanddämmung ist der Deckenanschluss schimmelpilzfrei. Die Temperatur im Eckbereich erhöht sich dadurch von 10,5 °C auf 16,9°C . Der frsi-Wert liegt somit deutlich über 0,7. Demzufolge bleibt der Anschluss bei Einhaltung der Normbedingungen schimmelpilzfrei.
Persönliche Beratung zum Wärmebrückennachweis
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KfW-Förderung bei der Gebäudesanierung

Sofern Sie für ihre Gebäudesanierung staatliche Förderhilfen oder Zuschüsse in Anspruch nehmen, muss ein Wärmebrückenkonzept erstellt werden.
Im Rahmen der Baubegleitung (KfW-Programm 261) fördert die KfW-Bank den Aufwand für die Erstellung des Wärmebrückenkonzeptes sowie dem Wärmebrückennachweis.
Allerdings darf das Wärmebrückenkonzept nicht mit der Wärmebrückenberechnung verwechselt werden.
Im Wärmebrückenkonzept werden noch keine Wärmebrücken nachwegewiesen. Darin werden nur die Anschlüsse aufgeführt für die eine Wärmebrückenberechnung erforderlich ist. Von der KfW-Bank erhalten Sie im Rahmen der Baubegleitung einen Zuschuss für den Wärmebrückennachweis.
Negative Einflüsse der Wärmebrücke
- Erhöhter Energieverbrauch:
An allen Wärmebrücken ist ein verstärkter Wärmeabfluss festzustellen, der zu höherem Heizenergieverbrauch führt. Bei energetisch hochwertig sanierten Gebäuden können diese bis zu 30% des Transmissionswärmeverlustes ausmachen - Beeinträchtigung der thermischen Behaglichkeit:
Durch Wärmebrücken entstehen im Winter aufgrund des erhöhten Wärmeabflusses auf der Innenseite der Bauteile sehr niedrige Oberflächentemperaturen. - Mangelhafte Wohnhygiene:
Im Bereich einer Wärmebrücke kann es auf Grund von niedrigen Innenoberflächentemperaturen zu Tauwasserausfall kommen. An feuchten Bauteilflächen sammelt sich Staub. In Verbindung mit Tapetenkleister oder Wandfarbe bietet dieser einen idealen Nährboden für zum Teil gesundheitliche Schimmelpilze.
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