Energieberater im Denkmalschutz

Wohngebäude unter Denkmalschutz energetisch zu sanieren ist eine Herausforderung für den Bauherren genauso wie für den Planer und ausführenden Fachhandwerker. In Deutschland stehen fast eine Million Gebäude unter Denkmalschutz. Hinzu kommen noch viele Gebäude mit erhaltenswerter Bausubstanz. Bauliche Änderungen an Gebäuden die unter Denkmalschutz  nicht ohne dem Mitwirken der Denkmalschutzbehörde durchgeführt werden.

Als zugelassener Energieberater für denkmalgeschützte Wohngebäude begleite und betreue ihre energetische Sanierung. Tätig bin ich regional in fast ganz Bayern, Sachsen und Thüringen.

Gebäude unter Denkmalschutz energetisch sanieren

Die KfW-Bank fördert die energetische Sanierung mit Zuschüssen und sehr zinsgünstigen Darlehen. Mit einer Energieberatung für Wohngebäude / Denkmäler erhalten Sie einen Sanierungsfahrplan an die Hand mit der Sie die Sanierungsmaßnahmen aus energetischer und wirtschaftlicher Sicht bewerten können. Der Aufwand für die Erstellung einer Energieberatung für Wohngebäude die unter Denkmalgeschutz und Ensembleschutz stehen wird zusätzlich gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst Energieberatungen mit bis zu 60% bzw. maximal 800 € der Beratungskosten.

Dabei besteht genauso wie bei der energetischen Sanierung von Wohngebäude die Möglichkeit nur Einzelmaßnahmen oder eine komplette Gebäudesanierung zum KfW-Effizienzhaus Denkmal durchzuführen. Einzelmaßnahmen sind beispielsweise die Erneuerung einer Heizungsanlage oder der Einbau einer Dachdämmung. Bitte beachten Sie, dass die Förderanträge vor Beginn der Maßnahmen bei den staatlichen Förderstellen zu stellen sind. Die Antragstellung für die KFW-Förderanträge kann nur durch einen bei der KfW-Bank zugelassenen Energieberater für der speziell für denkmalgeschützte Gebäude zugelassen ist, gestellt werden. Gerne stelle ich als Energie Experte für Denkmalschutz diese Anträge für Sie.

Energetische Sanierung und Denkmalschutz stehen nicht im Widerspruch

  • Dämmung der Außenwände im Denkmalschutz

Sehr häufig ist die energetische Sanierung einer Außenwand nur durch eine Innendämmung realisierbar. Allerdings darf eine Innenwanddämmung nicht bedenkenlos aufgebracht werden. Die bauphysikalischen Eigenschaft des Bauteils bzw. der Schichtaufbau muss dabei genau beachtet und meistens nachgewiesen werden.

Leibungsdämmung bei der FenstererneuerungHäufig fällt, aufgrund der Unsicherheit über einen Feuchtigkeitsausfalls im Bauteil, die Entscheidung des Eigentümers gegen eine Innendämmung aus. Jedoch sollten Sie beachten, dass bis auf weniger Ausnahmen, eine Innendämmung aus energetischer und bauphysikalischer Hinsicht besser ist als keine Dämmung.

Grundsätzlich ist es richtig, dass eine Innendämmung als problematisch einzustufen ist. Jedoch kann durch eine sorgfältige Planung und Ausführung der Dämmarbeiten das Risiko eines Feuchteschadens nicht größer ist als vorher. Sehr wichtig ist vor allem die Planung der Luftdichtheitsschicht.

  • Erneuerung der Fenster im Denkmalschutz

Die Erneuerng der Fenster verändert grundlegend die Bauphysik im Gebäude. Die alten Fenster hatten in der Regel keine umlaufenden Dichtungen. Der Fensteranschluss zum Mauerwerk war ebenfalls häufig sehr luftdurchlässig. Dadurch besaß das Gebäude einen relativ großen nutzerunabhängigen Raumluftwechsel.

Fensteraustausch im DenkmalschutzDurch das Austauschen der Fenster wird die natürliche Luftwechselrate in der Wohnung / Gebäude stark herabgesetzt. Das bringt zum einen natürlich eine Energieeinsparung, zum anderen jedoch auch die Gefahr der Kondesatbildung an kalten Bauteilen. Dadurch kann an kalten Bauteilen ein Schimmelpilz entstehen. Eine positive Erfahrung habe ich durch den Einbau von sogenannten Fensterfalzlüfter in die Fensterrahmen gemacht. Diese künstlich hergestellten Undichtigkeiten im Dichtungsgummi reduzieren das Risiko der Kondensatbildung etwas. Selbstverständlich gilt eine luftdichte Bauweise auch für diese Gebäude. Gerade bei diesen Gebäuden ist nach der Sanierung eine Luftdichtheitsmessung des Gebäudes und a-Wert Messung der Fenster unumgänglich.

Diese Problematik wurde bereits schon vor vielen Jahren erkannt. Deswegen wurde in der Energieeinsparverordnung EnEV bereits vor einigen Jahren der Passus aufgenommen, dass ein Lüftungskonzept aufgestellt werden muss, wenn die Luftdichtheit der Gebäudehülle verändert wird. Übrigens gilt das nicht nur für unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Das gilt generell für alle Wohngebäude.

  • Einbau einer Dachdämmung im Denkmalschutz

In der Regel ist die energetische Sanierung der Dachschrägen bzw. der letzten Geschossdecke problemlos. Der Einbau der Dachdämmung erfolgt zwischen den Dachsparren oder unter der Dachverkleidung. Das größte Problem besteht häufig beim luftdichten Anschluss der raumseitigen Dampfbremse an den aufgehenden Bauteilen. Die energetische Sanierung der obersten Geschossdecke ist noch am einfachsten durchzuführen. Am besten ist es hierbei die Füllung in der Holzbalkendecke die meist aus Hochofenschlacke besteht herauszunehmen und durch eine mineralische Dämmschüttung zu ersetzen. Eine auf den Holzbalken zusätzlich aufgebrachte Dämmplatte verbessert die Dämmwirkung der letzten Geschossdecke erheblich. Aber auch bei diesen recht einfach zu sanierenden Bauteilen ist eine bauphysikalische Berechnung unumgänglich. Bitte beachten Sie, dass durch den oberen Gebäudeabschluss in der Regel mehr Energie verloren, geht als durch die Außenwände.

  • Einbau einer Kellerdeckendämmung im Denkmalschutz

Sofern die Kellerdecke nicht als Gewölbe gemauert ist, ist es mit relativ geringem Aufwand möglich unterseitig eine Kellerdeckendämmplatte anzubringen. Meist sind im Keller unter der Decke nur wenige Leitungen oder Kabel verlegt.

Bei Gewölbekellern sieht das allerdings ganz anders aus. Bei diesen Gebäuden habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist die Kellerdecke bzw. Gewölbedecke von oben zu dämmen. Häufig ist dafür allerdings erst ein Ausgleichsleichtbeton erforderlich.

Für die Dämmung von erdberührten Bauteile ist grundsätzlich zu beachten, dass die Bauteile vorher auf aufsteigende Feuchtigkeit zu prüfen sind. Diese Gebäude besitzen noch weder eine horizontale noch eine vertikale Abdichtung. Demzufolge ist mit einer aufsteigenden Feuchtigkeit in den Bauteilen zu rechnen. Durch den Einbau einer Dämmung werden die Bauteile nicht mehr so warm wie vorher. Das kann widerrum Auswirkungen auf die Kondensatbildung an den angrenzenden Bauteilen haben. Die Gefahr dass sich ein Schimmelpilz bildet steigt damit an.

  • Erneuerung der Heizungsanlage im Denkmalschutz

Die Erneuerung der Heizung und Anlagentechnik ist was den Denkmalschutz angeht meistens am Einfachsten durchzuführen. Es spielt aus gestalterischen Gesichtspunkten in der Regel keine Rolle ob Sie ein Gas-Brennwertgerät eine Pelletheizung oder eine Wärmepumpe im Gebäude installieren.

Einbau einer Kraft-Wärme-Kopplung in Denkmalschutz Gebäude

Bei größeren Gebäuden kann auch der Einbau einer Kraft-Wärme-Kopplung, sogenannte KWK-Anlagen, in die engere Auswahl kommen. Bei diesen Anlagen wird gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt. Meistens ist jedoch noch zusätzlich ein Wärmeerzeuger zur Abdeckung der Spitzenlast erforderlich. Diese KWK-Anlage benötigen jedoch im Gebäude einen Erdgassanschluss.

Dagegen ist der Einbau einer Solaranlage häufig nicht so einfach zu realisieren. Auf der sichtbaren Gebäudeseite erhalten Sie mit ziemlicher Sicherheit keine Genehmigung. Hingegen ist das auf der Straßenabgewanden und nicht sichtbaren Gebäudeseite häufig gestattet. Grundsätzlich muss der Einbau einer Solar- oder PV-Anlage jedoch von der Denkmalschutzbehörde genehmigt werden.

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Weitergehende Links zum Denkmalschutz

https://www.denkmal-leipzig.de/

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