Gebäudesanierung in 5 Schritten – energetisch sanieren und Fördermittel nutzen

Gebäudesanierung in 5 Schritten

Energetische Gebäudesanierung – mit der richtigen Planung zum Erfolg

Eine energetische Gebäudesanierung bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Energieverbrauch eines Wohngebäudes dauerhaft zu reduzieren, die Heizkosten zu senken und gleichzeitig den Wohnkomfort zu verbessern. Damit die geplanten Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind und langfristig den gewünschten Erfolg erzielen, ist eine sorgfältige Planung entscheidend.

Viele Hauseigentümer stehen vor wichtigen Fragen:

  • Welche Sanierungsmaßnahmen sind für mein Gebäude sinnvoll?
  • Sollte zuerst die Gebäudehülle gedämmt oder die Heizungsanlage erneuert werden?
  • Ist eine vollständige Sanierung oder eine schrittweise Modernisierung wirtschaftlicher?
  • Welche gesetzlichen Anforderungen müssen eingehalten werden?
  • Welche staatlichen Fördermittel stehen zur Verfügung?
  • Wie hoch sind die voraussichtlichen Sanierungskosten und Energieeinsparungen?

Eine professionelle Energieberatung hilft dabei, diese Fragen zu beantworten und die einzelnen Maßnahmen sinnvoll aufeinander abzustimmen.

Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) lassen sich energetische Schwachstellen erkennen, geeignete Sanierungsmaßnahmen entwickeln und deren Umsetzung langfristig planen.

Die folgenden fünf Schritte zeigen, wie Sie Ihre Gebäudesanierung systematisch vorbereiten, fachgerecht durchführen und anschließend den Erfolg kontrollieren können.

Schritt 1: Energieberatung und individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)

Energieberatung vor Ort an einem denkmalgeschützten Gebäude mit Sanierungsunterlagen und Energieeffizienzbewertung

Eine erfolgreiche Gebäudesanierung beginnt mit einer professionellen Energieberatung. Dabei untersuche ich den energetischen Zustand Ihres Wohngebäudes und ermittle geeignete Sanierungsmaßnahmen für die Gebäudehülle und die Heizungsanlage.

Auf dieser Grundlage erstelle ich einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP). Dieser zeigt, welche Maßnahmen sinnvoll sind, in welcher Reihenfolge sie umgesetzt werden sollten und welche Energieeinsparungen möglich sind.

Selbstverständlich berücksichtige ich dabei Ihre persönlichen Wünsche, die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen sowie mögliche staatliche Fördermittel.

Ihr Vorteil: Sie erhalten ein auf Ihr Gebäude abgestimmtes Sanierungskonzept mit einer Einschätzung der Investitionskosten und möglichen Energieeinsparungen.

Die Erstellung eines iSFP kann durch das BAFA gefördert werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP).

Schritt 2: Finanzierung und Fördermittel

Symbolbild zur Fördermittelberatung mit Informationen zu KfW- und BAFA-Förderungen für Wohngebäude

Eine sorgfältige Finanzierungsplanung ist entscheidend für eine erfolgreiche Gebäudesanierung. Auf Grundlage des Sanierungskonzepts lassen sich die voraussichtlichen Investitionskosten ermitteln und geeignete Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.

Für energetische Sanierungsmaßnahmen stehen verschiedene staatliche Förderprogramme zur Verfügung. Dazu gehören insbesondere Zuschüsse des BAFA für Maßnahmen an der Gebäudehülle sowie Förderangebote der KfW für den Heizungstausch und die energetische Komplettsanierung.

Wichtig: Förderanträge müssen grundsätzlich vor Beginn der jeweiligen Maßnahme gestellt werden. Je nach Förderprogramm gelten unterschiedliche Anforderungen an die Antragstellung und den Abschluss von Liefer- und Leistungsverträgen.

Eine frühzeitige Fördermittelplanung hilft, finanzielle Vorteile zu nutzen und Fehler bei der Antragstellung zu vermeiden.

Die wichtigsten Förderstellen sind:

Schritt 3: Detailplanung der Gebäudesanierung

Nach der Erstellung des Sanierungskonzepts folgt die konkrete Planung der einzelnen Maßnahmen. Dabei werden technische Details festgelegt, geeignete Materialien ausgewählt und die erforderlichen Arbeiten aufeinander abgestimmt.

Besonders wichtig ist die Abstimmung zwischen Gebäudehülle und Heiztechnik. Beispielsweise sollte die Heizlast nach einer geplanten Dämmung oder einem Fenstertausch neu berechnet werden, damit eine zukünftige Heizungsanlage richtig dimensioniert werden kann.

Je nach Umfang der Sanierung müssen weitere Fachplaner eingebunden werden, beispielsweise Architekten, Tragwerksplaner oder Fachingenieure für die technische Gebäudeausrüstung.

Eine sorgfältige Detailplanung hilft, unnötige Kosten, Ausführungsfehler und spätere Nachbesserungen zu vermeiden.

Energetische Fachplanung und Baubegleitung

Energieberatung für Wohngebäude mit digitaler Darstellung der Energieeffizienz

Im Rahmen einer Gebäudesanierung bietet es sich an, auch weitere geplante Modernisierungen frühzeitig zu berücksichtigen.

Dazu gehören beispielsweise ein Dachgeschossausbau, ein Anbau, die Erneuerung der Elektroinstallation oder Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes.

Werden solche Arbeiten bereits bei der energetischen Sanierungsplanung berücksichtigt, lassen sich einzelne Gewerke besser koordinieren und zusätzliche Kosten vermeiden.

Wichtig: Vor der Beauftragung sollten die geplanten Maßnahmen technisch abgestimmt und vergleichbare Angebote geeigneter Fachunternehmen eingeholt werden.

Im Rahmen der energetischen Fachplanung unterstütze ich Sie bei der technischen Abstimmung der geplanten Sanierungsmaßnahmen. Dabei werden insbesondere die energetischen Anforderungen an die Gebäudehülle und die Heiztechnik berücksichtigt.

Während der Umsetzung kann ich die Maßnahmen durch eine energetische Baubegleitung unterstützen. Hierzu gehören beispielsweise die Überprüfung energetisch relevanter Ausführungsdetails, die Kontrolle von Dämmmaßnahmen sowie die Dokumentation der förderfähigen Arbeiten.

Die energetische Fachplanung und Baubegleitung kann im Rahmen entsprechender Förderprogramme finanziell unterstützt werden.

Schritt 4: Fachgerechte Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen

Undichte Durchführung von Installationsleitungen durch die Luftdichtheitsschicht aufgrund fehlender Detailplanung

Nach Abschluss der Planung beginnt die praktische Umsetzung der energetischen Sanierungsmaßnahmen durch die beauftragten Fachunternehmen.

Besonders wichtig ist eine sorgfältige Ausführung der Dämmarbeiten, der Fensteranschlüsse und der luftdichten Gebäudehülle. Fehler an diesen Stellen können Wärmeverluste, Feuchteschäden und spätere Nachbesserungen verursachen.

Im Rahmen der energetischen Baubegleitung überprüfe ich ausgewählte energetisch relevante Ausführungsdetails und unterstütze bei der Einhaltung der geplanten energetischen Anforderungen.

Hierzu gehören beispielsweise die Kontrolle von Dämmanschlüssen, die Beurteilung möglicher Wärmebrücken und die Überprüfung der Luftdichtheit.

Eine fachgerechte Ausführung trägt entscheidend dazu bei, die geplanten Energieeinsparungen langfristig zu erreichen.

Schritt 5: Qualitätskontrolle und Erfolgskontrolle der Sanierung

Blower-Door-Test am Wohngebäude | Luftdichtheitsprüfung & Qualitätssicherung

Nach Abschluss der energetischen Sanierungsmaßnahmen sollte überprüft werden, ob die geplanten energetischen Anforderungen eingehalten wurden.

Im Rahmen der energetischen Baubegleitung können die ausgeführten Maßnahmen anhand der Planungsunterlagen und der erforderlichen Nachweise kontrolliert und dokumentiert werden.

Eine Luftdichtheitsmessung (Blower-Door-Test) ermöglicht beispielsweise die Überprüfung der Gebäudehülle auf unkontrollierte Luftströmungen. Mithilfe einer gezielten Leckageortung lassen sich vorhandene Undichtheiten erkennen.

Auch die Heizungsanlage sollte nach der Sanierung fachgerecht eingestellt und optimiert werden, damit sie möglichst effizient arbeitet.

Eine regelmäßige Kontrolle des Energieverbrauchs hilft anschließend, die tatsächlichen Einsparungen zu beurteilen und mögliche Optimierungspotenziale zu erkennen.

FAQ 2 – Sollte zuerst die Heizung erneuert oder das Gebäude gedämmt werden?

Welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind, hängt vom energetischen Zustand des Gebäudes ab. Häufig kommen eine Dämmung der Gebäudehülle, der Austausch alter Fenster, die Optimierung der Heizungsanlage oder der Einbau einer Wärmepumpe infrage.

Eine professionelle Energieberatung zeigt, wo die größten energetischen Schwachstellen liegen und welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind.

Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) können die einzelnen Maßnahmen aufeinander abgestimmt und bei Bedarf schrittweise umgesetzt werden.

Ob zuerst die Heizungsanlage erneuert oder die Gebäudehülle gedämmt werden sollte, hängt vom energetischen Zustand des Gebäudes und den geplanten Sanierungsmaßnahmen ab.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, zunächst den zukünftigen Wärmebedarf des Gebäudes zu berücksichtigen. Werden beispielsweise Dach, Außenwände oder Fenster gedämmt, reduziert sich die erforderliche Heizleistung.

Eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 hilft dabei, eine neue Heizungsanlage bedarfsgerecht auszulegen und eine Überdimensionierung zu vermeiden.

Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) lässt sich die richtige Reihenfolge der Maßnahmen frühzeitig festlegen.

Was kostet eine energetische Gebäudesanierung?

Für die energetische Sanierung von Wohngebäuden stehen verschiedene staatliche Förderprogramme zur Verfügung.

Das BAFA unterstützt unter anderem Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, beispielsweise die Dämmung von Außenwänden und Dächern oder den Austausch von Fenstern.

Die KfW bietet Fördermöglichkeiten für den Austausch bestehender Heizungsanlagen sowie für die energetische Sanierung zum Effizienzhaus.

Bei bestimmten Einzelmaßnahmen kann ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) zusätzliche Fördervorteile ermöglichen.

Wichtig: Die jeweiligen Förderbedingungen und Anforderungen an die Antragstellung müssen vor Beginn der Maßnahmen geprüft werden.

Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) zeigt Hauseigentümern, wie sie ihr Wohngebäude energetisch sinnvoll und schrittweise modernisieren können.

Im Rahmen einer Energieberatung werden energetische Schwachstellen untersucht, geeignete Sanierungsmaßnahmen entwickelt und deren voraussichtliche Kosten und Energieeinsparungen abgeschätzt.

Der iSFP hilft dabei, die Maßnahmen langfristig aufeinander abzustimmen und Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Zusätzlicher Vorteil: Bei bestimmten geförderten Einzelmaßnahmen kann ein iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten gewährt werden. Auch die Erstellung des Sanierungsfahrplans selbst kann durch das BAFA gefördert werden.

Eine energetische Gebäudesanierung muss nicht vollständig in einem Zug erfolgen. Viele Maßnahmen können über mehrere Jahre verteilt umgesetzt werden.

Wichtig ist jedoch, dass die einzelnen Sanierungsschritte aufeinander abgestimmt sind. Beispielsweise sollten bei einem geplanten Fensteraustausch auch eine spätere Fassadendämmung und die erforderlichen Anschlussdetails berücksichtigt werden.

Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) hilft dabei, eine technisch sinnvolle Reihenfolge festzulegen und die Investitionen entsprechend den finanziellen Möglichkeiten zu planen.

So lassen sich unnötige Mehrkosten und doppelte Arbeiten vermeiden.

Die tatsächlichen Energieeinsparungen nach einer Gebäudesanierung können von den zuvor berechneten Werten abweichen.

Eine mögliche Ursache ist der sogenannte Rebound-Effekt: Nach einer energetischen Sanierung werden Räume häufig stärker beheizt oder höhere Raumtemperaturen gewählt, weil die Heizkosten geringer ausfallen. Dadurch wird ein Teil der möglichen Energieeinsparung wieder aufgehoben.

Auch eine nicht optimal eingestellte Heizungsanlage, Ausführungsfehler oder ein verändertes Nutzerverhalten können die Einsparungen beeinflussen.

Eine fachgerechte energetische Baubegleitung und die regelmäßige Kontrolle des Energieverbrauchs helfen dabei, mögliche Abweichungen zu erkennen.

Eine energetische Baubegleitung unterstützt Hauseigentümer dabei, dass die geplanten Sanierungsmaßnahmen fachgerecht und entsprechend den energetischen Anforderungen umgesetzt werden.

Als Energieeffizienz-Experte überprüfe ich ausgewählte energetisch relevante Ausführungsdetails, beispielsweise Dämmanschlüsse, Wärmebrücken und die Luftdichtheit der Gebäudehülle.

Dadurch können mögliche Ausführungsfehler frühzeitig erkannt und kostspielige Nachbesserungen vermieden werden.

Ein weiterer Vorteil: Die energetische Fachplanung und Baubegleitung kann im Rahmen bestimmter Förderprogramme durch BAFA oder KfW finanziell unterstützt werden.

Sie planen eine energetische Gebäudesanierung?

Sie möchten Ihr Wohngebäude energetisch modernisieren und wissen noch nicht, welche Maßnahmen sinnvoll sind?

Als Energieberater unterstütze ich Sie bei der Planung Ihrer Gebäudesanierung – von der ersten Bestandsaufnahme über den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) bis zur energetischen Fachplanung und Baubegleitung.

Kontaktieren Sie EBS Hochfranken für eine persönliche Beratung in Hof, Hochfranken und der Region Oberfranken.

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