Wärmebrücken bleiben oft unbemerkt – verursachen aber dauerhaft höhere Heizkosten und können zu Feuchte- und Schimmelschäden führen. Besonders bei Neubauten und energetischen Sanierungen entscheidet die Qualität der Bauteilanschlüsse über den tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes.
Ein professioneller Wärmebrückennachweis nach GEG macht diese Schwachstellen sichtbar und sorgt für eine realistische, förderfähige Energiebilanz. Ich begleite Sie von der Bewertung der Anschlüsse bis zur vollständigen Dokumentation – fachlich fundiert, verständlich und praxisnah.
Sicher planen – Energieverluste vermeiden – Fördervoraussetzungen erfüllen
Warum ein Wärmebrückennachweis wichtig ist?

Wärmebrücken sind Bereiche der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller nach außen abgeführt wird als in angrenzenden Bauteilen.
Typische Folgen sind:
-
erhöhter Heizwärmebedarf
-
reduzierte Energieeffizienz
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kalte Innenoberflächen
-
Tauwasserbildung
-
erhöhtes Schimmelpilzrisiko
-
langfristige Bauschäden
Ein fachgerecht erstellter Wärmebrückennachweis hilft, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu minimieren.
Was ist eine Wärmebrücke?
Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller nach außen abgeführt wird als in angrenzenden Bauteilen. Typische Beispiele sind:
Fenster- und Türanschlüsse
Balkon- und Deckenanschlüsse
Dach-Wand-Übergänge
Rollladenkästen und Sockelbereiche
Die Folgen können erhöhte Heizkosten, kalte Innenoberflächen, Tauwasserbildung und Schimmelpilzrisiken sein.
Ergänzend zur rechnerischen Bewertung lassen sich Wärmebrücken mit einer Wärmebrücken sichtbar machen mit Thermografie anschaulich darstellen.
Wie funktioniert ein Wärmebrückennachweis?

Ein Wärmebrückennachweis ist eine rechnerische Bewertung von Bauteilanschlüssen, bei denen erhöhte Wärmeverluste auftreten können. Er fließt direkt in die energetische Gesamtbilanz des Gebäudes ein und beeinflusst:
-
den Endenergiebedarf
-
den Primärenergiebedarf
-
die Effizienzklasse im Energieausweis
Ohne Nachweis wird ein pauschaler Wärmebrückenzuschlag angesetzt, der die Energiebilanz häufig unnötig verschlechtert.
Wärmebrückennachweis nach GEG und DIN 4108

Der Wärmebrückennachweis nach DIN 10211 und DIN 4108-2 ist für den Nachweis eines Energie-Effizienzhauses 55% und besser unerlässlich. Der Nachweis mus von einem zertifizierten Wärmebrückennachweisführenden nach DIN 10211 erstellt werden.
Die Berücksichtigung von Wärmebrücken im Neubau sowie bei der Gebäudesanierung ist inzwischen immer wichtiger geworden.
Das Gebäudeenergiegesetz fordert, dass Wärmebrücken angemessen berücksichtigt werden. Dies kann auf zwei Arten erfolgen:
-
pauschaler Zuschlag ohne Nachweis
-
reduzierter oder entfallender Zuschlag mit Nachweis
Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der DIN 4108 sowie anerkannter bauphysikalischer Regeln. Für Förderprogramme bei der KfW-Bank sowie beim Bafa ist für energieeffiziente Neubauten ein Nachweis in der Praxis meist erforderlich.
Unterschied: pauschaler Ansatz vs. Nachweis
Gleichwertigkeitsnachweis (nach DIN 4108 Beiblatt 2)

-
Standardisierte, bewährte Konstruktionsdetails
-
Wirtschaftlich und schnell
-
Ideal für typische Wohngebäude
Reduzierter Wärmebrückenzuschlag möglich
Detaillierter Wärmebrückennachweis

- Numerische Berechnung einzelner Anschlüsse
- Darstellung von Isothermen und Temperaturverläufen
Besonders geeignet bei:
- Sonderdetails
- Sanierungen
- Effizienzhäusern
- komplexen Sockel-, Fenster- oder Dachanschlüssen
Diese Variante bietet Sie die optimale energetische Bewertung & maximale Planungssicherheit
Vorteile einer professionellen Berechnung

Eine professionelle Berechnung gewährleistet normgerechte Planung, reduziert Energieverluste und minimiert Schimmelrisiken. Sie schafft Planungssicherheit, vermeidet unnötige Mehrkosten und ermöglicht die optimale Nutzung von Fördermitteln.
- Reduzierung von Heizwärmeverlusten
- Vermeidung von Schimmel & Tauwasse
- Erfüllung der GEG-Anforderungen
- Optimale Voraussetzungen für Fördermittel
- Planungssicherheit für Neubau & Sanierung
Der Wärmebrückennachweis ist ein wichtiger Bestandteil einer professionellen Energieberatung für Wohngebäude.
Für wen ist der Wärmebrückennachweis sinnvoll?
Private Bauherren (Neubau & Sanierung)
Architekten & Planer
Bauträger & Handwerksbetriebe
Förderanträge (KfW / BAFA / GEG)
Die Ergebnisse des Wärmebrückennachweises fließen direkt in den Energieausweis auf Basis einer fundierten Berechnung ein.
Ablauf und Leistungen unserer Beratung
- Sichtung der Bauunterlagen
- Festlegung der geeigneten Nachweisart
- Erfassung aller relevanten Bauteilanschlüsse
- Rechnerische Bewertung der Wärmebrücken
- Dokumentation für Energieausweis und Förderstellen
- Abstimmung mit Bauherr oder Planer
Typische Wärmebrücken im Wohngebäude
Moderne Wärmebrückenberechnungen stellen den Temperaturverlauf grafisch dar.
Isothermen zeigen, wie sich die Temperaturen innerhalb der Bauteile verteilen und wo kritische Oberflächentemperaturen auftreten können.
Die kritische Isotherme (z. B. 12,6 °C) dient als Bewertungsmaßstab für Tauwasser- und Schimmelrisiken.
Gerade bei Bestandsgebäuden ist ein Wärmebrückenkonzept für die energetische Sanierung entscheidend für dauerhaften Feuchteschutz.

Zu den häufigsten Wärmebrücken zählen:
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Fenster- und Türanschlüsse
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Fensterbankanschlüsse
-
Sockel- und Fundamentanschlüsse
-
Trauf- und Dachanschlüsse
-
Balkon- und Deckenanschlüsse
-
Übergänge zwischen Bodenplatte und Außenwand
Gerade im Sockel- und Bodenplattenbereich entstehen ohne durchdachte Dämmführung besonders hohe Wärmeverluste.

Einzeichnung der Wärmebrückendetails im Gebäudeschnitt
Für einen nachvollziehbaren und prüffähigen Wärmebrückennachweis ist die eindeutige Zuordnung der einzelnen Wärmebrücken zum Gebäude unerlässlich.
Dies erfolgt durch die systematische Einzeichnung der relevanten Wärmebrückendetails in Grundrissen und Gebäudeschnitten.
Die grafische Darstellung dient nicht nur der Dokumentation, sondern stellt sicher, dass jede berechnete Wärmebrücke eindeutig einer konkreten baulichen Situation zugeordnet werden kann.

Fensterleibungsanschluss
Der Fensterleibungsanschluss stellt eine typische Wärmebrücke dar, da hier Wand, Fensterrahmen und Leibungsdämmung aufeinandertreffen.
Die Wärmebrückenberechnung zeigt den Temperaturverlauf im Anschlussbereich und macht kritische Oberflächentemperaturen sichtbar.
Anhand der Isothermen lässt sich beurteilen, ob Tauwasser- oder Schimmelrisiken bestehen und wie wirksam die Leibungsdämmung ausgeführt ist.

Auskragender Balkonanschluss
Auskragende Betondecken wirken ohne thermische Trennung wie eine direkte Wärmeleitung nach außen.
Die Wärmebrückenberechnung zeigt, dass ein erheblicher Teil der Heizwärme über die Deckenplatte abgeführt wird, was zu kalten Innenoberflächen und einem erhöhten Risiko für Tauwasser und Schimmel führt.
Durch geeignete Maßnahmen wie eine thermische Trennung oder Dämmung der Deckenplatte kann der Wärmeverlust deutlich reduziert werden.

Deckenauflager Betondecke
Das Bild zeigt den Anschluss einer Geschossdecke an eine Außenwand. Die farbige Darstellung verdeutlicht, wie Wärme aus dem beheizten Innenraum über die Decke und die Wand nach außen verloren geht. Im Bereich des Deckenanschlusses ist der Wärmefluss stärker als in den angrenzenden Wandflächen.
Solche Übergänge zwischen Decke und Außenwand sind typische Stellen für Wärmebrücken. Dort kann die Innenoberfläche kälter werden als im restlichen Raum. Das kann zu höheren Heizkosten führen und – bei ungünstigen Bedingungen – auch Feuchtigkeit oder Schimmel begünstigen.
Durch eine fachgerechte Planung, eine durchgehende Dämmung und korrekt ausgeführte Anschlüsse lassen sich diese Wärmeverluste deutlich reduzieren und der Wohnkomfort verbessern

Außenwandecke monolithisches Mauerwerk
Das Bild zeigt, wie an einer Außenecke eines Hauses mehr Wärme nach außen verloren geht als an geraden Wandflächen. Durch die Form der Ecke kühlt die Innenoberfläche stärker ab. Solche Bereiche nennt man Wärmebrücken.
Wärmebrücken können zu höheren Heizkosten führen. Außerdem besteht an diesen Stellen ein erhöhtes Risiko für Feuchtigkeit und Schimmelpilz, wenn die Oberflächentemperatur zu niedrig wird. Eine gute Dämmung und eine fachgerechte Planung helfen, Wärmeverluste zu reduzieren und das Wohnklima zu verbessern.

Isothermenverlauf in Wandecke
Die schematische Darstellung zeigt den Verlauf der Isothermen an einer Außenecke eines Gebäudes. Durch die geometrische Ausbildung der Ecke kommt es zu einer Absenkung der inneren Oberflächentemperaturen.
Solche Bereiche stellen typische Wärmebrücken dar und können zu erhöhten Wärmeverlusten sowie zu einem erhöhten Risiko für Tauwasser und Schimmelpilzbildung führen.
Kosten & Wirtschaftlichkeit
Die Kosten für einen Wärmebrückennachweis hängen ab von:
- Gebäudegröße
- Anzahl der relevanten Anschlüsse
- Art des Nachweises
- Planungsstand
In vielen Fällen rechnet sich der Nachweis bereits über die bessere Energiebilanz oder durch Fördervorteile.
-
der pauschale Zuschlag entfällt
-
bessere Energiewerte erreicht werden
-
Fördervoraussetzungen erfüllt werden
Gerne erhalten Sie ein individuelles Angebot.
Häufige Fragen zum Wärmebrückennachweis (FAQ)
Ein Wärmebrückennachweis ist eine rechnerische Bewertung von Bauteilanschlüssen eines Gebäudes, an denen erhöhte Wärmeverluste auftreten können. Ziel ist es, diese Wärmeverluste realistisch zu erfassen und in die energetische Gesamtbilanz des Gebäudes einzubeziehen.
Der Nachweis dient dazu, Energieverluste zu reduzieren, Bauschäden zu vermeiden und die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) korrekt umzusetzen.
Das Gebäudeenergiegesetz schreibt vor, dass Wärmebrücken angemessen zu berücksichtigen sind.
Wie dies erfolgt, ist nicht exakt vorgeschrieben:
ohne Nachweis → pauschaler Zuschlag
mit Nachweis → reduzierter oder entfallender Zuschlag
Ein Wärmebrückennachweis ist nicht immer zwingend, aber energetisch und wirtschaftlich sinnvoll und für viele Förderprogramme erforderlich.
Wärmebrücken führen zu:
erhöhtem Heizwärmebedarf
kälteren Innenoberflächen
möglicher Tauwasserbildung
erhöhtem Schimmelrisiko
langfristigen Bauschäden
Ohne eine gezielte Planung bleiben diese Schwachstellen oft unentdeckt und verschlechtern die Energieeffizienz des Gebäudes deutlich.
Ein Wärmebrückennachweis lohnt sich insbesondere bei:
Neubauten mit hohem energetischem Standard
Effizienzhäusern
Förderanträgen (KfW / BAFA)
Sanierungen mit neuen Fenstern oder Dämmmaßnahmen
komplexen Bauteilanschlüssen
Je besser der energetische Standard, desto wichtiger ist eine realistische Wärmebrückenbewertung.
Gleichwertigkeitsnachweis
Dieser basiert auf standardisierten, bewährten Konstruktionsdetails nach DIN 4108 Beiblatt 2.
Er ist wirtschaftlich und für viele Wohngebäude ausreichend.
Detaillierter Wärmebrückennachweis
Hier werden einzelne Anschlüsse rechnerisch (numerisch) bewertet.
Diese Methode ist genauer und eignet sich besonders für Sonderdetails oder Sanierungen.
Ohne Nachweis wird im Energiebedarf ein pauschaler Wärmebrückenzuschlag angesetzt.
Dieser fällt meist höher aus als notwendig.
Mit einem Wärmebrückennachweis:
- wird der Zuschlag reduziert oder entfällt verbessert sich die Energiebilanz
- können bessere Effizienzklassen erreicht werden
- Das kann sich direkt auf Förderfähigkeit und Kosten auswirken.
Ja.
Der Wärmebrückennachweis fließt direkt in die energetische Berechnung ein und beeinflusst:
den Endenergiebedarf
den Primärenergiebedarf
die Effizienzklasse des Gebäudes
Ein fachgerechter Nachweis verbessert somit die Aussagekraft des Energieausweises.
Ja, in vielen Fällen ist das möglich, zum Beispiel:
bei Sanierungen
bei Förderanträgen
bei Bestandsgebäuden mit vorhandenen Plänen
Voraussetzung sind ausreichende Bauunterlagen oder nachvollziehbare Konstruktionsdetails.
Nein.
Moderne Fenster verbessern zwar den Wärmeschutz der Verglasung, Fensteranschlüsse selbst sind jedoch häufig kritische Wärmebrücken.
Ohne passende Planung kann es trotz hochwertiger Fenster zu:
kalten Anschlussbereichen
Tauwasser
Schimmelbildung kommen
Typischerweise werden benötigt:
Grundrisse und Schnitte
Detailzeichnungen der Anschlüsse
Angaben zu Baustoffen und Dämmstärken
Informationen zu Neubau oder Sanierung
Je vollständiger die Unterlagen, desto genauer und wirtschaftlicher der Nachweis.
Die Kosten hängen ab von:
Gebäudegröße
Anzahl der relevanten Anschlüsse
Art des Nachweises
Planungsstand
In vielen Fällen rechnet sich der Nachweis durch:
bessere Energiebilanz
reduzierte Zuschläge
Fördervorteile
Ein individuelles Angebot schafft Planungssicherheit.
Ja.
Für viele Förderprogramme ist eine korrekte energetische Bewertung erforderlich.
Ein Wärmebrückennachweis kann:
bessere Effizienzstufen ermöglichen
Fördervoraussetzungen sichern
Nachfragen der Förderstellen vermeiden
Der Nachweis sollte durch eine fachkundige, qualifizierte Person mit bauphysikalischer Erfahrung erstellt werden, z. B. im Rahmen einer Energieberatung.
So ist sichergestellt, dass:
Normen eingehalten werden
Berechnungen nachvollziehbar sind
die Dokumentation anerkannt wird
Ein Wärmebrückennachweis ist mehr als eine Rechenaufgabe.
Die fachliche Begleitung hilft:
konstruktive Fehler frühzeitig zu erkennen
Detailanschlüsse zu optimieren
spätere Schäden zu vermeiden
Das spart langfristig Kosten und erhöht die Bauqualität.
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Typische Wärmebrücken im Wohnhaus
Wie bereits oben erwähnt haben wir es zum einen mit geometrischen Wärmebrücken und zum anderen mit material- und konstruktionsbedingten Wärmebrücken zu tun. Geometrische Wärmebrücken sind beispielsweise Außenwandecken oder der Traufanschluss vom Dach am Kniestock.
Rollladenkasten mit innerem Deckel

Bauteile wie Rollladenkästen zählen zu den materialbedingten Wärmebrücken, während etwa das Auflager der Betondecke auf dem Außenmauerwerk konstruktionsbedingte Wärmebrücken darstellt. Vollständig vermeiden lassen sich Wärmebrücken im Bauwesen kaum.
Entscheidend ist jedoch nicht ihr bloßes Vorhandensein, sondern die frühzeitige Erkennung und fachgerechte Planung. Mit heutigen Bauprodukten und Detaillösungen lassen sich Wärmebrücken im Neubau so optimieren, dass dauerhafte Schäden und Schimmelbildung zuverlässig vermieden werden.
Traufanschluss Außenmauerwerk - Dachanschluss

Nebenstehend sehen Sie den Temperaturverlauf eines Traufanschlusses von einem massiv gemauerten Wohngebäude mit Dachstuhl und Zwischensparrendämmung. Neu gebaute Häuser werden inzwischen mindestens im Standard von Effizienzhäusern 55%, 40% oder sogar als Passivhäuser ausgeführt.
Gerade bei diesen hochwärmegedämmten Gebäuden müssen die Wärmebrücken bis auf ein Minimum reduziert werden. Wenn möglich sollte der Wärmebrückenzuschlag gegen 0 W/m²K gehen.
Wärmebrücke am Fensteranschluss

Bereits in der Planungsphase von Gebäuden müssen Bauteilanschlüsse wärmebrückenoptimiert ausgeführt werden, um gemäß DIN 4108-2 dauerhaft schimmelpilzfrei zu bleiben. Für die fachgerechte Detailplanung enthält die Norm das Beiblatt 2, in dem bewährte Wärmebrückendetails und Kennwerte definiert sind.
Fehlt ein spezieller Anschluss, wird der fRsi-Wert mithilfe eines Isothermenprogramms berechnet. Damit die kritische Oberflächentemperatur von 12,6 °C sicher eingehalten wird, muss der fRsi-Wert größer als 0,70 sein. Besonders beim Fensteraustausch wird dieser Grenzwert an Fensterleibungen häufig unterschritten.
Die Folge sind oft Schimmelpilzbildungen in der Fuge zwischen Fensterrahmen und Leibung. Kritische Bereiche sind insbesondere Fensterbänke, Fensterstürze und Rollladenkästen. Gerade in der Gebäudesanierung ist daher ein durchdachtes Wärmebrückenkonzept unerlässlich, da bei besser gedämmten Fenstern gegenüber der Außenwand der fRsi-Wert häufig nicht eingehalten wird.
Wärmebrücken im Wohngebäude
In einem Einfamilienwohnhaus müssen in der Regel zirka 15-20 unterschiedliche Wärmebrücken berechnet und berücksichtigt werden.

Zu den häufigsten Wärmebrücken zählen:
- Fensterbankanschlüsse
- Sockel- und Fundamentanschlüsse
- Trauf- und Dachanschlüsse
- Balkon- und Deckenanschlüss
- Übergänge zwischen Bodenplatte und Außenwand
- Bodenplatte und Innenwandanschluss
Gerade im Sockel- und Bodenplattenbereich entstehen ohne durchdachte Dämmführung besonders hohe Wärmeverluste.
Berücksichtigung von Wärmebrücken nach DIN 4108-6 und DIN V 18599-2
In der DIN 4108-6 und der DIN V 18599-2 ist geregelt wie die Wärmebrücken in der Wärmebedarfsberechnung berücksichtigt werden müssen. Wärmebrücken können nach drei unterschiedlichen Möglichkeiten in die Berechnung einfließen.
- ohne Nachweis, Berücksichtigung der Wärmebrücke mit einem pauschalen Zuschlag von Δuwb = 0,10 W/m²K bzw. 0,15 W/m²K bei Innendämmungen
- mit einem Gleichwertigkeitsnachweis, Berücksichtigung der Wärmebrücken mit einem verminderten Zuschlag von Δuwb = 0,05 W/m²K
- mit einem detaillierten Wärmebrückennachweis, der Wärmebrückenzuschlag beträgt bei Neubauten in der Regel zwischen Δuwb = 0,00 bis 0,02 W/m²K und bei der Altbausanierung zwischen Δuwb =0,05 W/m²K und 0,04 W/m²K.
Praxisbeispiel: Optimierung einer Wärmebrücke an Decke
Nicht optimierte Wärmebrücke

Die Wärmebrückenberechnung des Deckenanschlusses zeigte eine zu niedrige Oberflächentemperatur. Mit lediglich 10,5 °C liegt die Grenztemperatur am Wand-Decken-Anschluss rund 2 °C unter dem erforderlichen Mindestwert von 12,6 °C.
Bereits bei üblichen Raumklimabedingungen von 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchte besteht dadurch ein erhöhtes Schimmelrisiko. Steigt die Luftfeuchtigkeit weiter an – etwa im Schlafzimmer – nimmt die Gefahr eines Schimmelpilzbefalls deutlich zu.
Optimierte Wärmebrücke

Das Beispiel zeigt die fachgerechte Beseitigung einer Wärmebrücke im Bereich Deckenanschluss und Giebelwand. Zunächst wurden die Giebelwand und die Betondecke im Bodenraum gedämmt. Diese Maßnahmen allein reichten jedoch nicht aus, um die erforderliche Grenztemperatur von 12,6 °C einzuhalten.
Erst durch die zusätzliche Außenwanddämmung erhöhte sich die Oberflächentemperatur im Eckbereich von 10,5 °C auf 16,9 °C. Der fRsi-Wert liegt damit über 0,70, sodass der Anschluss unter Normbedingungen als schimmelpilzfrei gilt.
Sockelanschluss - Mauerwerk mit Bodenplatte

Bei Neubauten und energetischen Sanierungen legt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zulässige Maximalwerte für den Transmissionswärmeverlust fest. Werden Wärmebrücken nicht nachgewiesen, muss in der Energiebedarfsberechnung ein pauschaler Wärmebrückenzuschlag von ΔUwb = 0,10 W/m²K angesetzt werden.
Am Beispiel einer monolithischen Außenwand mit einem U-Wert von 0,09 W/m²K zeigt sich die Auswirkung deutlich:
Durch den Zuschlag erhöht sich der rechnerische Wert auf 0,19 W/m²K – eine Verdopplung des Wärmeverlustes.
Um die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten, ist häufig eine zusätzliche Dämmung erforderlich, obwohl diese bauphysikalisch oft nicht notwendig wäre.
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